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Stoerer

Die neuen Pflegestärkungsgesetze

Zum 1. Januar 2015 trat das sogenannte Pflegestärkungsgesetz I in Kraft, voraussichtlich 2017 wird das Pflegestärkungsgesetz II folgen. Doch was genau regeln die neuen Gesetze eigentlich? Welche Neuerungen treten ein und was ändert sich für Sie?

Wem kommen die neuen Gesetze zugute?

Wie bereits der Name des Gesetztes sagt, soll es vor allem der Stärkung aller an der Pflege beteiligten Personen dienen. Das heißt, dass nicht nur die Pflegebedürftigen selbst, sondern auch pflegende Angehörige sowie angestellte Pflegekräfte zukünftig von den Reformen der Pflegestärkungsgesetze profitieren sollen. Das Augenmerk liegt zudem auf der finanziellen Unterstützung im Pflegefall. Im Detail gestaltet sich dies wie folgt:

  • Finanzierung: Im den Zeiten des demographischen Wandels, haben viele Menschen Angst davor, eine Pflege jetzt oder in wenigen Jahren nicht mehr finanzieren zu können. Die Pflegestärkungsgesetze legen deshalb besonders großen Wert darauf, die Finanzierung der Pflegekassen nachhaltig zu ermöglichen und auf Dauer zu sichern.
    Dafür erhöht sich zum einen der Beitragssatz für die Pflegeversicherung um 0,5 Prozent. Zum anderen sollen von nun an jedes Jahr 1,2 Milliarden Euro jährlich in einen sogenannten Pflegevorsorgefonds eingezahlt werden. So kann in voraussichtlich zwanzig Jahren der Pflegeversicherungsbeitrag stabilisiert werden – im Sinne der Generationengerechtigkeit.
  • Pflegebedürftige: Doch nicht nur in Zukunft sollen die Pflegebedürftigen von den Neuerungen profitieren. Bereits jetzt erhalten sie höhere Leistungsansprüche um pauschale vier Prozent. Hinzu kommen zusätzliche Betreuungsleistungen bei der ambulanten Pflege sowie neue oder erweiterte Zuschüsse beim Umbau von Wohnungen und Häusern oder dem Einbau von Treppenliften und Hilfsmitteln.
    Im stationären Bereich sollen derweil mehr Pflegekräfte angestellt werden, die für jeden Pflegebedürftigen passende Zusatzpflegeleistungen anbieten, wie es bislang nur für Demenzerkrankungen der Fall war.
  • Angehörige: Die meisten pflegenden Personen sind in Deutschland derzeit die Angehörigen. Doch diese sind zeitgleich mehr in den Einzelfall involviert, haben nebenher einen Job oder eine Familie zu managen und gehen nicht selten bis an die Belastungsgrenze. Pflegen ist hier eben mehr als nur eine „Aufgabe“.
    Der Staat ist auf diese Hilfe angewiesen und wird pflegende Angehörige deshalb durch die Pflegestärkungsgesetze entlasten: Die Tages- und Nachtpflege kann durch die Neuerungen genutzt werden, selbst bei demenziell erkrankten Personen der Pflegestufe 0. Zudem wird die Kurzzeit- und Verhinderungspflege flexibler sowie breiter zur Verfügung gestellt. Eine kurzfristige, zehntägige bezahlte Auszeit vom Job ermöglicht außerdem im Notfall die schnelle und effiziente Organisation der Pflege für einen Angehörigen.
  • Pflegekräfte: Die versprochenen neuen Ressourcen an Pflegekräften stellt der Staat mit 45.000 neuen Betreuungskräften bereit. Dies soll jede einzelne Pflegekraft entlasten und zugleich eine flexiblere und umfassendere Betreuung für Pflegebedürftige sicherstellen. Die Bürokratie wird schlanker und dadurch weniger zeitintensiv, was gleichzeitig aber keinen Nachlass der Qualität bedeuten wird. Schlussendlich startet die Republik eine Initiative, um dauerhaft mehr Menschen für Pflegeberufe zu begeistern und somit auch in Zukunft die Ressourcen zu stärken.

Die Pflegestärkungsgesetze betreffen 2,5 Millionen Pflegebedürftige...

...und mindestens ebenso viele Angehörige und Pflegekräfte. Die Zahlen der pflegebedürftigen Menschen sollen zudem in den nächsten Jahren rasant ansteigen. Die neuen Gesetze kommen daher gerade zum richtigen Zeitpunkt, um erste Maßnahmen einzuleiten und sich auf den demographischen Wandel einzustellen. Hinzu kommt der Mangel an Pflege- und Fachkräften, da schlechte Arbeitsbedingungen, unregelmäßige Arbeitszeiten und überschaubare Verdienstmöglichkeiten die Berufe zunehmend unattraktiv machten. Die Pflegestärkungsgesetze sind also ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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Thomas Fischer vor einem Lieferwagen stehend

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Die neuen Pflegestärkungsgesetze machen es möglich.

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