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Der Kalorienbedarf bei Menschen mit Demenz ist hoch

Der Bedarf an Energie hängt bei Demenzpatienten von ihrem Bewegungsdrang ab. Liegt bei Menschen älterer Jahrgänge der Kalorienbedarf im Durchschnitt etwa bei 1.700 bis 2.000 Kalorien, so kann er sich bei Demenzpatienten mit einem erhöhten Bewegungsbedürfnis auf bis zu 4.000 Kalorien täglich steigern.

Warum sind Demenzpatienten gefährdet, zu wenig zu essen?

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Oft hilft gutes Beobachten, um zu erkennen, warum Kranke die Nahrungsaufnahme verweigern.

  • Manche Patienten empfinden weder Hunger noch Durst und auch keinen Appetit. Teilweise wird dieses Phänomen durch Medikamente ausgelöst.
  • Andere Erkrankte sind durch ihren hohen Bewegungsdrang oder durch überreizte Sinne abgelenkt und wollen nicht ruhig am Tisch sitzen bleiben. Dadurch nehmen sie zu wenig Nahrung auf. Manche Betroffene vergessen, das Essen nach dem Kauen auch zu schlucken. Dadurch verlangsamt und reduziert sich die Essensaufnahme.
  • Schluckbeschwerden und Schluckstörungen führen zu Husten, zu Verschlucken und sogar zu Erstickungsanfällen, dadurch besteht Angst vor dem Essen. Die Nahrungsaufnahme wird zur Last.
  • Manchmal sind Schmerzen im Mund der Grund für Essensverweigerung, hervorgerufen durch Entzündungen oder durch schlecht sitzende Prothesen. Erkrankte können dies oft nicht deutlich genug zum Ausdruck bringen.
  • Der Geschmackssinn verändert sich in manchen Fällen durch Zahnprothesen.
  • Manchmal schmecken nur noch altbekannte Speisen, unbekannte Menüs dagegen beängstigen.
  • Der Geschmacks- und Geruchssinn kann sich durch Medikamente verändern.
  • Manche Betroffene befürchten, das Essen könnte vergiftet sein.

Welche Ernährung ist bei Demenz wichtig?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist optimal. Doch der Kalorienverbrauch von Demenzpatienten kann durch den erhöhten Bewegungsdrang so ansteigen, dass besondere Maßnahmen notwendig werden. Wenn sich das Essverhalten der Erkrankten so verändert, dass Kalorienbedarf und -verbrauch sich nicht mehr die Waage halten, kann es erforderlich sein, eine ausreichende Kalorienzufuhr durch hoch kalorienhaltige Ernährung zu sichern.Gesunde Speisen bestehen aus eher zuckerreduzierten und fettärmeren Lebensmitteln. Für Demenzerkrankte kann es jedoch sinnvoll sein, eine sehr fettreiche und zuckerhaltige Kost anzubieten. Mit kleinen Portionen müssen dann viele Kalorien konsumiert werden. Vital- und Nährstoffe werden dann zugefügt.

Wie können Sie Ihren demenzkranken Angehörigen zum Essen anregen?

  • Es kann hilfreich sein, weniger Auswahl aufzutragen. Oft stiften zu viele Reize Verwirrung, ausgelöst durch vielerlei Speisen auf dem Teller. Auch zu viele unterschiedliche Gegenstände auf dem Esstisch irritieren und lenken ab.
  • Mehrere Mahlzeiten, die über den Tag verteilt sind, werden meist lieber angenommen als große Mahlzeiten und große Portionen.
  • Erkrankte mit Schluck- und Kaubeschwerden brauchen fein pürierte Kost.
  • Bei jeder Speise gilt: So viele Kalorien wie möglich einbauen. Mangelernährte Patienten erhalten Vollmilch statt Magermilch, Sahne im Joghurt, reichlich Butter aufs Brot, fettreiche Wurstsorten und viel Zucker.
  • Demenzerkrankten Patienten, die nicht stillsitzen können und auch nicht am Tisch essen wollen, könnten Sie durch das Angebot von Häppchen wie etwa Fingerfood zum Essen verleiten. Diese Kleinigkeiten lassen sich nebenbei im Gehen verzehren.
  • Fingerfood eignet sich auch, wenn die Motorik nachlässt und Essen mit einem Besteck nicht mehr funktioniert.

Fazit:

Durch Beobachten können Sie versuchen, festzustellen, woran die Nahrungsverweigerung liegen könnte. Kreative Ideen helfen, die Essensaufnahme für die Betroffenen zu erleichtern und die Kalorienzufuhr ausreichend zu gestalten.

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"Demenz: Pflegende Angehörige brauchen Pausen."

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