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Informationen zu den Pflegestufen / Teil 1

Antrag auf Pflegestufe

Die sogenannten „Pflegestufen“ sollen Menschen im Alltag unterstützen, die durch Alter, Krankheit, Unfälle, Operationen, Behinderungen o.ä. Hilfe benötigen. Die finanzielle Unterstützung durch die Zuteilung einer Pflegestufe soll die Pflege durch eine Fachkraft ermöglichen, zum Beispiel als Unterstützung bei der Körperpflege, im Haushalt, bei Einkäufen oder gar in einer stationären Einrichtung.

Die Art und Höhe der Leistungen hängt dabei von der zugeteilten Pflegestufe ab. Unterschieden werden die Stufen 1, 2, 3 und 0.

Pflegestufe 1: Erhebliche Pflegebedürftigkeit

Die Pflegestufe 1, die als erhebliche Pflegebedürftigkeit definiert wird, umfasst einen täglichen Pflegebedarf von durchschnittlich mindestens 90 Minuten mit 45 Minuten Grundpflege (Mobilität, Ernährung oder Körperpflege). Hinzu kommt die Hilfe im Haushalt, welche mehrmals pro Woche stattfindet.
Pflegeleistungen:
•    244 Euro Pflegegeld pro Monat
•    468 Euro Pflegesachleistungen pro Monat

Pflegestufe 2: Schwerpflegebedürftigkeit

Bei der Pflegestufe 2 beträgt der tägliche Hilfebedarf mindestens eine Dauer von drei Stunden. Die Grundpflege nimmt davon ein Minimum von zwei Stunden ein und findet dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten statt. Mehrmals die Woche wird zudem bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten geholfen.
Pflegeleistungen:
•    458 Euro Pflegegeld pro Monat
•    1144 Euro Pflegesachleistungen pro Monat

Pflegestufe 3: Schwerstpflegebedürftigkeit

Die Pflegestufe 3 können Sie in Anspruch nehmen, wenn der tägliche Hilfebedarf bei fünf oder mehr Stunden pro Tag liegt. Die Haushaltshilfe findet auch hier mehrmals pro Woche statt, die Grundpflege allerdings muss bei mindestens vier Stunden täglich liegen. Die Zeitspanne ist hier nicht mehr festgelegt, die Hilfe wird also rund um die Uhr benötigt.
Pflegeleistungen:
•    728 Euro Pflegegeld pro Monat
•    1612 Euro Pflegesachleistungen pro Monat

Härtefallregelung bei Pflegestufe 3

Bei der Schwerstpflegebedürftigkeit, also Pflegestufe 3, ist die Pflege besonders intensiv und geht mit einem hohen Aufwand einher. Aus diesem Grund gibt es für Menschen mit der Pflegestufe 3 höhere Sätze von der Pflegeversicherung, wenn sie die Voraussetzungen für den sogenannten „Härtefallantrag“ erfüllen. Diese sind:
•    die Grundpflege überschreitet eine Dauer von sechs Stunden täglich UND
•    die Grundpflege erfolgt auch in der Nacht mindestens drei Mal ODER
•    die Grundpflege kann in der Nacht nicht mehr von nur einer Person geleistet werden

Wer sich mit der Pflegestufe 3 nicht in einer stationären Pflegeeinrichtung befindet, benötigt demnach rund um die Uhr eine Pflegekraft sowie in der Nacht eventuell eine weitere zusätzliche Hilfskraft. Diese Pflegestufe wird häufig auch als Pflegestufe 3+ bezeichnet.
Pflegeleistungen:
•    1918 Euro pro Monat, egal ob häusliche, teilstationäre oder vollstationäre Pflege.

Pflegestufe 0: Geringe Pflegebedürftigkeit

Die Pflegestufe 0 ist noch sehr neu und wurde erst im Januar 2013 durch das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz eingeführt. Hierbei handelt es sich um geringfügige Leistungen für Personen, welche die Anforderungen für die Pflegestufe 1 nicht erfüllen. Sie sind also entweder nicht oder zu gering pflegebedürftig, um eine der anderen Pflegestufen in Anspruch nehmen zu können. Wieso erhalten sie dann dennoch Leistungen? Es gibt schlichtweg Personen, die ihren Alltag nicht alleine stemmen können. Das bedeutet, dass diese aufgrund einer Erkrankung (psychisch oder physisch), Demenz oder einer Behinderung Unterstützung im Alltag benötigen. Sie können neben der Unterstützung durch die Pflegestufe 0 dann eventuell auch noch zusätzlich Leistungen der Verhinderungspflege oder der Pflegeversicherung beantragen, zum Beispiel zum Zweck der Verbesserung der Wohnsituation.
Pflegeleistungen:
•    123 Euro Pflegegeld pro Monat
•    231 Euro Pflegesachleistungen pro Monat

Statistiken zu den Pflegestufen

In Deutschland fallen derzeit rund 2,3 Millionen Menschen in die Pflegestufe 1. Knappe 750.000 sind es in der Pflegestufe 2 und gerade einmal 275.000 Menschen, also rund acht Prozent der Pflegebedürftigen, sind der Pflegestufe 3 zugeordnet.

Gut zu wissen

Wussten Sie übrigens, dass Sie die Leistungen aus der Pflegestufe nicht für einen Pflegedienst aufwenden müssen? Es handelt sich vielmehr um Pauschalbeträge, die zum Zweck der Pflege eingesetzt werden sollen. Ob Sie selbst, Angehörige, Bekannte, private Krankenschwestern, ein Pflegedienst o.ä. die Pflege übernimmt, spielt dabei keine Rolle. So kann jede betroffene Familie für sich selbst das am besten passende Modell finden. Im nächsten Teil der Artikelserie „Pflegestufen“ erfahren Sie, wie sich die Pfl

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