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Wann ist es an der Zeit, in ein Alten- oder Pflegeheim zu ziehen?

Der Umzug in eine Pflegeeinrichtung oder ein Altenheim ist für viele Senioren ein gefürchteter Zeitpunkt. So lange wie möglich möchten die meisten Menschen in ihren eigenen vier Wänden oder bei der Familie wohnen bleiben. Bei manchen geht das ohne Probleme bis ins hohe Alter, andere hingegen brauchen früher oder später die Rundum-Versorgung eines Heims.

Die beliebteste Taktik der Betroffenen lautet daher: Den Umzug so lange wie möglich herauszögern. Doch das Schicksal lässt sich nicht aufhalten und grundsätzlich, wenn die Gesundheit es bereits vermuten lässt, ist der frühere Umzug die bessere Variante als der in letzter Sekunde. Doch woran merken Sie eigentlich, dass es Zeit wird in eine Einrichtung umzuziehen?

„Wann?“ - eine wichtige Frage für Betroffene und Angehörige

Auch Angehörige verpassen häufig den richtigen Zeitpunkt zum Handeln oder trauen sich einfach nicht, ohne die Zustimmung des/r Betroffenen eine so wichtige Entscheidung zu fällen. Und da immer mehr Menschen bis ins hohe Alter körperlich wie geistig fit sind und sich ohne Probleme oder durch ambulante Pflegedienste noch gut selbst versorgen können, wäre eine allgemeine „Altersgrenze“ undenkbar. Doch wenn es keine offiziellen Richtlinien gibt, wann ein Umzug ins Heim stattfinden sollte, ist umso mehr die Achtsamkeit der Senioren selbst sowie ihrer Angehörigen gefragt. Auch Beratungsstellen der Heime oder ein Gespräch mit dem Arzt können gut bei der Überlegung helfen. Denn es gibt tatsächlich einige handfeste Hinweise, wann es für Sie Zeit wird, den Umzug zu wagen.

Diese sind zum einen meist gesundheitlich bedingt, zum anderen bringt so ein Umzug in eine Alterseinrichtung aber auch zahlreiche weitere Vorteile mit sich: Sie kann zum Beispiel der Vereinsamung im Alter entgegen wirken. Die Integration im neuen Zuhause ist daher besonders wichtig und sollte bei der Entscheidung niemals vernachlässigt werden. Wer nämlich erst einzieht, wenn die körperlichen Gebrechen schon zu einschränkend sind, kann sich meist nur noch schlecht integrieren und profitiert nicht mehr von den zahlreichen Vorteilen moderner und schöner Einrichtungen. Der gefürchtete „Krankenhausalltag“ wird dann oft zur Realität.

Drei Anzeichen, dass die Zeit für den Umzug gekommen ist:

1. Integration

Wie bereits angesprochen, sollten Sie zu einem Zeitpunkt in ein Heim oder eine Pflegeeinrichtung einziehen, zu welchem Sie sich noch voll und ganz in die neue Umgebung integrieren können. Dies fördert nicht nur das Wohlbefinden in der neuen Umgebung, es kann auch der Vereinsamung im Alter entgegenwirken. So wird der Umzug beispielsweise dann empfohlen, wenn ein/e langjährige/r Lebenspartner/in verstorben ist. Die Senioreneinrichtung kann nämlich nicht nur optimal bei der Trauerbewältigung helfen, Sie treffen hier auch andere Personen in Ihrem Alter, mit gleichen Interessen und einer ähnlichen Lebenserfahrung. Dies ist eine gute Chance auf neue Freundschaften und Sie können, solange Sie noch „fit“ sind, tolle Ausflüge gemeinsam unternehmen.

Diese Vorteile einer Einrichtung werden von den Betroffenen oft auf den ersten Blick gar nicht wahrgenommen. Helfen könnte hierbei eine Besichtigung des neuen Zuhauses sowie eine ausführliche Beratung durch einen Experten. Angehörige werden dazu aufgerufen darauf zu achten, ob der Betroffene noch offen für neue Situationen und die Integration in ein neues soziales Umfeld ist. Dann sollte der Umzug stattfinden, bevor sich dieser Zustand ändert.

2. Angehörige entlasten

Zugleich sollten die Angehörigen aber auch einmal einen ehrlichen Blick auf sich selbst werfen: Wie hoch ist die Belastung durch den Pflegeaufwand? Können Sie diese tragen? Unter welchen Umständen müssten Sie sich Hilfe suchen? Denn auch die Angehörigen müssen ihre eigenen Belastungsgrenzen wahren. Ein schlechtes Gewissen jedoch treibt viele liebende Familienangehörige immer wieder dazu, sich selbst zu überfordern. Dies ist nicht nur körperlich, sondern auf Dauer meist auch psychisch belastend und wirkt sich nachteilig auf die Beziehung zwischen Betroffenem und Angehörigem aus.

Kann die Pflege abgegeben werden, so bessert sich oft auch wieder das mittlerweile angespannte Verhältnis. Handeln Sie daher, bevor es so weit kommt. Wer sich also an der physischen und psychischen Überforderung wiederfindet, sollte sich einmal über die Möglichkeiten der Unterstützung informieren. Dies kann für den Beginn natürlich auch die ambulante Pflege sein. Wird die Versorgung allerdings zu umfangreich, so ist der Umzug in eine Einrichtung auf Dauer unvermeidbar. Auch hier gilt dann: Lieber etwas früher als zu spät.

3. Die Sicherheit wahren

Der dritte Punkt ist natürlich derjenige der Sicherheit des Betroffenen. Denn wenn der Gesundheitszustand zu schlecht wird, zwingt er die Senioren meist früher oder später zum Umzug in eine Einrichtung. Doch gezwungenermaßen umzuziehen ist nie eine gute Devise, zumal das Einleben und die Integration dann erfahrungsgemäß als Trotzreaktion sehr schwer fallen.

Wer zudem nach einem Sturz, Schlaganfall, einer Reha o.ä. direkt ins Pflegeheim muss, hat keine Zeit mehr sich von seinem Umfeld zu verabschieden, sich mental auf den Umzug vorzubereiten und sich auf die neue Erfahrung einzustellen. Die Betroffenen fühlen sich überrumpelt, überfordert und trauern um ihr altes Leben. Sie sollten daher in eine Einrichtung umziehen, bevor Sie aufgrund des Gesundheitszustandes dazu gezwungen werden und plötzlich alles ganz schnell geht. Anzeichen, die Sie und Ihre Angehörigen in Alarmbereitschaft versetzen sollten, sind zum Beispiel folgende:

  • Vergessen, den Herd auszuschalten
  • Häufiges Stolpern oder Schwindelgefühle
  • Mahlzeiten auslassen
  • Nicht oder zu wenig trinken

All jene Faktoren eben, die für den Betroffenen gesundheitsgefährdend sein können oder auf den Abbau der körperlichen und geistigen Fähigkeiten hindeutet. Denn eine Besserung des Zustands tritt meist nicht mehr ein, im Gegenteil. Versuchen Sie, den Gesundheitszustand des Betroffenen realistisch abzuschätzen und holen Sie sich gegebenenfalls einen professionellen Rat des betreuenden Arztes ein. Denn ein bewusster Umzug, mit genügend Zeit zur Vorbereitung und zum Einleben, ist auf jeden Fall immer die bessere Möglichkeit als zu warten, bis es nicht mehr anders geht.

Der Umzug ist entschieden, wie geht es nun weiter?

Wenn Sie sich aus einem der aufgeführten oder einem anderen Grund dazu entschieden haben, in eine Einrichtung umzuziehen, müssen Sie sich nun gründlich darauf vorbereiten. Besonders wichtig ist natürlich die Wahl, wo Sie denn nun hinziehen möchten. Schließlich gibt es zahlreiche verschiedene Einrichtungen mit unterschiedlichen Konzepten, Menschen und Strukturen. Je früher Sie sich also für den Umzug in ein neues Wohnumfeld entscheiden, desto besser und bewusster können Sie noch zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen wählen. Schließlich ist nichts wichtiger, als dass Sie sich in Ihrem neuen Zuhause wohlfühlen. Doch worin liegen eigentlich die Unterschiede zwischen einem Wohnstift, einem Altersheim und einem Pflegeheim?

Mehr hierzu erfahren Sie im zweiten Teil der Reihe „Wenn es dann doch sein muss - neuer Lebensabschnitt, neue Umgebung“.

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