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Im dritten Teil der Artikelserie „Wer pflegt?“ haben Sie erfahren, wann es für Sie als Angehörige sinnvoll ist, selbst zu pflegen und wie viel Pflegegeld Ihnen dann zusteht. Die pflegenden Angehörigen stellen einen wichtigen Grundpfeiler des deutschen Gesundheitssystems dar. Rund 70 Prozent der Pflegebedürftigen – und damit knapp 1,8 Millionen Menschen– werden von Angehörigen in der häuslichen Pflege versorgt. Das Problem ist: Mit der Pflege eines Angehörigen geht eine hohe psychische sowie physische Belastung einher und das nicht selten zusätzlich zum Beruf und/oder einer Familie.

In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für diese enorme Belastung immer weiter gestiegen, sodass es mittlerweile erste Hilfestellungen zur Entlastung der Angehörigen bei der häuslichen Pflege gibt.

Pflege aus Liebe oder Verantwortungsbewusstsein?

Pflegende Angehörige sind zum Großteil Frauen (Ehefrauen, Töchter, Schwiegertöchter o.ä.) zwischen 50 und 75 Jahren. Rund 44 Prozent sind neben der Pflege nicht (mehr) berufstätig, 33,8 Prozent haben eine Teilzeit- und 21,3 Prozent sogar eine Vollzeitstelle. Hinzu kommt nicht selten noch die Verantwortung für ein oder mehrere minderjährige Kinder oder Kinder in der Ausbildung. Die Pflege bedeutet da eine enorme zusätzliche Belastung, sowohl physisch und finanziell als auch physisch durch wenig Schlaf, schweres Heben oder Stress. Die Folgen: Depressionen, Burnout, Rückenbeschwerden, Kreislaufprobleme u. v. m. Um 19 Prozent höher ist Ihre Wahrscheinlichkeit an solchen oder weiteren durch die Belastung hervorgerufenen Beschwerden zu erkranken, wenn Sie einen Angehörigen pflegen, so eine Studie der Siemens-Betriebskrankenkasse. Wieso also nehmen so viele Menschen, vor allem Frauen, in Deutschland die zusätzliche Belastung auf sich? Aus Familienpflichten und Verantwortungsgefühl, geben rund 48 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage an. Knapp 20 Prozent der pflegenden Angehörigen nennen rein pragmatische Gründe, rund 18 Prozent pflegen aufgrund von Hilfsbereitschaft und Mitgefühl, lediglich 17 Prozent aus Liebe.

Achtung: Unterschätzen Sie nicht die psychische Belastung der häuslichen Pflege

Viele der pflegenden Angehörigen machen den Fehler, die damit einhergehende psychische Belastung zu unterschätzen. Sie müssen immer wieder ihre Schamgrenzen überschreiten, zum Beispiel die Hilfe beim Toilettengang. Zudem sehen Sie eventuell zu, wie Ihr geliebter Angehöriger unter der Situation leidet oder sich sogar in seinem Wesen vollständig verändert. Nicht immer wird Ihre Hilfe wertgeschätzt, plötzlich kann der ehemals liebende Ehepartner Ihnen feindselig begegnen oder die Pflege verweigern. Zudem bleibt durch die Pflege weniger Zeit für die Familie oder Freunde, was wiederum in Vorwürfen oder einer Vereinsamung enden kann. Die häusliche Pflege wird zum 24-Stunden-Job, der jeden Bereich Ihres Lebens betrifft und verändert. Diese hohe Verantwortung setzt viele pflegende Angehörige unter einen gesundheitsschädlichen Dauerstress.

Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige

Ohne die häusliche Pflege wäre uns derzeitiges Gesundheitssystem in Deutschland nicht möglich. Es ist daher wichtig, die Pflege durch Angehörige als tragende Säule des Pflegesystems aktiv zu fördern. Dies bedeutet, dass es für die Betroffenen ausreichend Unterstützung und Möglichkeiten zur Entlastung geben muss. Dazu gehört einerseits die Hilfe bei der Organisation und Ausführung der notwendigen Pflege, zum Beispiel durch einen Pflegedienst. Dies ist vor allem bei einer unerwarteten und schwerwiegenden Pflegebedürftigkeit einer Person, zum Beispiel nach einem Sturz oder Unfall, äußerst wichtig. Hilfe finanzieller Art steht den Angehörigen bei der häuslichen Pflege durch die sogenannten Kombinationsleistungen sowie die Verhinderungspflege zu. Schlussendlich können auch eine therapeutische Begleitung oder Selbsthilfegruppen eine große Entlastung für die Angehörigen darstellen. Sie wissen nun, weshalb Entlastung bei der Pflege von Angehörigen so wichtig ist. In den nächsten Teilen der Artikelserie „Wer pflegt?“ soll es deshalb um die verschiedenen Entlastungsmöglichkeiten in finanzieller und psychischer Hinsicht gehen.

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