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Fotolia 82844281 XSAuf der Suche nach einer barrierefreien Wohnung werden Sie wohlmöglich schnell feststellen, dass diese Art von Wohnraum in vielen Teilen Deutschlands schwer zu finden ist. Vielleicht sehen Sie sich aber im Anschluss an einen Unfall oder Krankheitsfall auch ganz unerwartet damit konfrontiert, dass Sie Ihren Wohnraum nun barrierefrei gestalten müssen.

In beiden Fällen kann Ihnen die nachfolgende Checkliste helfen, die aufzeigt, welche Umbaumaßnahmen in welchen Räumen erforderlich sein könnten. Wir verraten, worauf Sie in jedem Bereich Ihrer Wohnung achten sollten, damit diese wirklich bedingungslos barrierefrei ist und entsprechend genutzt werden kann.

Allgemeine Hinweise für barrierefreies Wohnen

Bevor Sie mögliche Umbaumaßnahmen planen, sollten Sie sich fragen, ob die Wohnungsgröße überhaupt ausreichend ist. Besonders Rollstuhlfahrer benötigen häufig eine größere Wohnung, um diese trotz der Möbel ohne Probleme und Stolperfallen manövrieren zu können. Sofern es sich um eine Wohnung für einen Rollstuhlfahrer handelt, sollten Sie prüfen, ob die Steckdosen und Lichtschalter auch von solch einer Person zu erreichen sind. Die Türen sollten zudem schwellenfrei sein und eine ausreichende Breite vorweisen können. Denn sonst lassen sie sich mit einem Rollator oder Rollstuhl nicht problemlos durchqueren. Bedenken Sie zudem, dass Sie nicht nur die Wohnung hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit überprüfen sollten. Vielmehr sollten die Voraussetzungen im restlichen Haus ebenfalls stimmen.

Überlegen Sie, ob eine im Rollstuhl sitzende Person die Mülltonnen, den Keller sowie die Briefkästen ohne Probleme erreichen kann. Dazu muss nicht nur der Hauseingang entsprechend schwellen- und stufenfrei sein. Vielmehr müssen wohlmöglich auch Stolperfallen direkt vorm Haus aus dem Weg geschafft werden. Im Idealfall sollte die Haustür überdacht sein. Denn Rollstuhlfahrer brauchen mitunter länger, um eine Tür zu öffnen als Personen, die nicht im Rollstuhl sitzen. Daher ist eine Überdachung gerade bei schlechtem Wetter vorteilhaft. Außerdem sollte die Tür möglichst leicht öffnen und schließen, um für die Bewohner mit Behinderung keine zusätzliche Hürde darzustellen. Auch die Klingelschilder sollten für den Rollstuhlfahrer problemlos zu erreichen sein. Eine ausreichende Ausleuchtung des Eingangsbereichs ist ein Muss. Der Hausflur und das Treppenhaus sollten die folgenden Anforderungen im Idealfall erfüllen

  • rutschfester Bodenbelag
  • helle Ausleuchtung
  • gut zu erreichende Lichtschalter
  • Treppengeländer/ Handlauf vorhanden
  • Aufzug (bei Bedarf)
  • Stufen mit Unterschneidungen

Checkliste für Flur, Küche und Bad

Wenn die wichtigsten Grundvoraussetzungen im Treppenhaus und Außenbereich des Hauses erfüllt wurden, gilt es nun die Wohnung selbst hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit zu inspizieren. Die Wohnungseingangstür sollte nicht nur breit genug für eine Person, die im Rollstuhl sitzt, sein, sondern auch so öffnen, dass dies den Rollstuhlfahrer nicht behindert. Im Idealfall ist der Spion auf einer niedrigeren Höhe angebracht, um so auch von Personen im Rollstuhl genutzt werden zu können. Stolperfallen sollten im Flur eliminiert werden. Dieser muss dennoch groß genug sein, um nicht nur Platz für die Durchfahrt mit einem Rollstuhl, sondern auch für eine Ablage und Garderobe zu bieten, die entsprechend in einer angenehmen Höhe für den Rollstuhlfahrer angebracht werden sollte. In der Küche gilt es neben ausreichend Platz sowie einem rutschfesten und trittsicheren Boden auf diese Kriterien zu achten:

  • die passende Höhe der Arbeitsflächen
  • die gute Zugänglichkeit aller Schränke
  • das Vermeiden von scharfen Möbelkanten, von denen ein Verletzungsrisiko ausgeht
  • leicht zu erreichende Armaturen und andere Bedienelemente

Die umfangreichsten Umbaumaßnahmen werden bei einer barrierefreien Wohnungsanpassung jedoch wohl im Bad erforderlich. Immerhin sind nur die wenigsten Bäder groß genug für einen Rollstuhl. Zudem ist es wichtig, dass die Tür nach außen aufgehen und sich im Ernstfall auch von außen entriegeln lassen sollte. Der Fußboden sollte selbst bei Feuchtigkeit rutschfest sein. Eine bodengleiche Dusche mit einem Duschsitz ist in einer barrierefreien Wohnung ein Muss. Um Verbrühungen durch die Duscharmatur zu vermeiden, sollte ein entsprechender Thermostat vorhanden sein. Nicht nur das Waschbecken sollte auch im Sitzen leicht zu bedienen sein, sondern gleiches gilt auch für alle Armaturen. Eventuell muss die Höhe der Toilette und Schränke und Ablagen angepasst werden.

Checkliste fürs Wohn- und Schlafzimmer

Solange es sich um ausreichend geräumige Zimmer handelt, müssen das Wohn- und Schlafzimmer meist nicht umgebaut werden. Vielmehr reicht es meist, wenn diese Zimmer neu eingerichtet werden, so dass zwischen Bett und Schrank zum Beispiel ausreichend Platz für einen Rollstuhl bleibt. Auch die Höhe des Betts ist entscheidend. Bei Bedarf sollte entsprechende Abstützmöglichkeiten für das Hinlegen sowie das Aufstehen aus dem Bett vorhanden sein. Falls die Unterstützung einer Hilfskraft im Pflegefall erforderlich ist, sollte es neben dem Bett ausreichend Platz geben, damit diese Person ihrer Arbeit nachgehen kann. Als Vorsorge für den Notfall sollte ein Telefon oder Notruf am Bett vorhanden sein. Falls das Wohn- oder Schlafzimmer an einen Balkon angrenzen, sollte dieser schwellenfrei zu erreichen sein und über einen rutschfesten Bodenbelag verfügen.

Fazit

Wer diese Kriterien im Hinterkopf behält, kann schnell herausfinden, ob sich das Anmieten einer Wohnung in Abhängigkeit von der Anzahl der durchzuführenden Umbaumaßnahmen überhaupt lohnt. Denn nicht jeder Wohnraum lässt sich barrierefrei anpassen. Manchmal ist es einfach schlauer, wenn Sie sich gleich eine neue Wohnung suchen, die Ihren Bedürfnissen von Anfang an mehr entspricht.

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