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Im ersten Teil der Artikelserie „Wer pflegt?“ haben wir Sie bereits darüber aufgeklärt, wann die Beauftragung eines Pflegedienstes sinnvoll ist, wenn eine Angehörige oder ein Angehöriger pflegebedürftig wird. Doch es muss nicht immer gleich der von der Pflegeversicherung anerkannte Pflegedienst sein. In der häuslichen Pflege gibt es nämlich noch weitere Alternativen.

Wann ist die Alternative zum Pflegedienst sinnvoll?

Der professionelle Pflegedienst ist nämlich sehr teuer und wird – je nach Pflegestufe – nicht oder nur teilweise durch die Pflegeversicherung abgedeckt. Die Kosten sind deshalb ein ausschlaggebender Punkt dafür, dass sich viele Angehörige gegen den anerkannten Pflegedienst entscheiden. Zudem decken die ambulanten Pflegedienste nicht alle Pflegeleistungen ab. Auch eine 24-Stunden-Rundum-Pflege ist hierbei meist nicht möglich. Nicht immer ist ein Pflegedienst deshalb die richtige Wahl. Selbst pflegen müssen Sie dann aber dennoch nicht unbedingt. Es gibt nämlich noch eine weitere Art der Pflege: Die Pflege durch Privatpersonen.

Wer pflegt bei der „Pflege durch Privatpersonen“?

Bei der privaten Pflege gibt es zwei unterschiedliche Angebote:

  1. Pflege durch einen privaten Pflegedienst mit individuellen Leistungen.
  2. Pflege durch eine Privatperson, zum Beispiel Nachbarn, Bekannte oder eine privat angestellte Pflegekraft.

Die private Pflege wird häufig mit der Familienpflege durch Angehörige kombiniert, kann auf Wunsch aber auch die gesamte Pflege übernehmen.

Was bezahlt die Pflegeversicherung?

Voraussetzung dafür, dass die Pflegeversicherung einen Teil der Pflegekosten übernimmt, ist natürlich stets die Zuteilung einer Pflegestufe. Ambulante Pflegedienste haben eine Vergütungs- und Preisvereinbarung direkt mit den Versicherern getroffen, einen sogenannten Versorgungsvertrag, und werden entsprechend anerkannt. Nur dann ist eine Kostenerstattung möglich. Bei der Pflege durch Privatpersonen oder private Pflegedienste ist dies leider anders. Sie haben dann lediglich einen Anspruch auf das Pflegegeld.

Wie hoch ist das Pflegegeld?

Bei der Pflege durch private Pflegedienste oder Privatpersonen, wie Nachbarn, Freunde oder private Pflegekräfte, erhalten Sie das sogenannte Pflegegeld. Seine Höhe beläuft sich auf monatlich

  • 728 € für die Pflegestufe 3
  • 458 € beziehungsweise 545 € mit Demenz für die Pflegestufe 2
  • 244 € beziehungsweise 316 € mit Demenz für die Pflegestufe 1
  • 123 € für die Pflegestufe 0, allerdings nur bei Demenzerkrankung

Für Personen der Pflegestufe 0 ohne Demenz steht Ihnen kein Pflegegeld zu.

Kombinationsleistungen sind möglich

Ebenso wie bei der Pflege durch Angehörige, sind bei der Pflege durch Privatpersonen aber auch Kombinationsleistungen möglich. Das bedeutet, dass Sie die Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst mit weiteren, privaten Leistungen kombinieren können. Sie erhalten dann dementsprechend eine anteilige Mischung aus Pflegegeld und der Kostenübernahme für die häusliche Pflegehilfe. Beide gemeinsam dürfen aber den Höchstbetrag für die häusliche Pflegehilfe nicht überschreiten.

Pflegegeld ist häufig nicht ausreichend

Leider ist das Pflegegeld, welches Sie für die häusliche Pflege erhalten, häufig auch für private Pflegedienste nicht ausreichend, selbst wenn diese eventuell günstiger arbeiten als ambulante Pflegedienste. Dennoch sind diese vergleichbar günstiger als ein Platz im Pflegeheim. Immer mehr Angehörige in Deutschland suchen auch gezielt nach einer osteuropäischen Pflegekraft, da diese mit derselben Qualifikation häufig deutlich günstiger arbeitet. Mit rund 2.000 Euro pro Monat können Sie für eine 24-Stunden-Pflege durch eine Privatperson aus Osteuropa rechnen. Allerdings gehen damit auch einige Risiken einher.

Worauf Sie bei ausländischen Pflegekräften achten müssen:

  • Lassen Sie sich einen Nachweis über die ausreichenden Qualifikationen der Fachkraft vorlegen.
  • Die Pflegekraft sollte über langjährige Erfahrung verfügen.
  • Sie muss sich mit dem jeweiligen Krankheitsbild auskennen, zum Beispiel Demenz, und den damit einhergehenden Besonderheiten für die Pflege.
  • Die Pflegekraft muss nach EU-Richtlinien eine Arbeitserlaubnis haben.
  • Sie muss über einen Gewerbeschein verfügen oder im Heimatland bei einem entsprechenden Unternehmen angestellt sein.
  • Die Pflegekraft muss unbedingt ausreichend versichert sein.
  • Sie muss ihre Steuer- und Sozialabgaben im In- oder Ausland ordnungsgemäß abführen.

Hüten Sie sich vor Schwarzarbeit oder privaten Anbietern ohne die ausreichenden Qualifikationen. Dies kann sonst nicht nur schwere rechtliche Konsequenzen für Sie haben, sondern vor allem auch gesundheitliche Folgen für die pflegebedürftige Person. Wenn Sie eine qualifizierte Pflegekraft aus Osteuropa suchen, sollten Sie sich deshalb an einen seriösen Anbieter wenden. Die Vermittlungsagentur Linara zum Beispiel, arbeitet mit Partnerunternehmen in den jeweiligen Ländern in Osteuropa zusammen und befolgt hierbei strikte Richtlinien. Zudem übernimmt sie die Organisation und Betreuung der Familien und Fachkräfte während des Pflegezeitraumes. Mit einem seriösen Anbieter müssen Sie sich also keine Sorgen machen. Im Gegenteil: Sie profitieren dann von zahlreichen Vorteilen gegenüber den ambulanten Pflegediensten.

Mehrleistungen bei der privaten Pflege

Die Pflege durch Privatpersonen kann nämlich deutlich individueller gestaltet werden als jene durch einen ambulanten Pflegedienst. Neben der Grundpflege und den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, können Sie hier weitere Leistungen individuell an den jeweiligen Bedarf der pflegebedürftigen Person anpassen. Auch eine 24-Stunden-Privatplege ist möglich, wobei die Pflegekraft mit im Haushalt lebt und so rund um die Uhr einen Blick auf den Pflegefall haben kann. Vor allem bei Demenzerkrankungen ist das häufig notwendig. In der Regel wechseln sich dann direkt zwei bis drei verschiedene Privatpersonen mit der Pflege ab. Eine optimale Alternative zum Pflegeheim also, die Sie durchaus einmal in Betracht ziehen sollten.

Ist dies zu teuer oder kommt für Sie aus anderen Gründen nicht infrage, können Sie natürlich auch selbst pflegen. Alles rund um die Pflege durch Angehörige erfahren Sie im dritten Teil der Reihe „Wer pflegt?“.

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